Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Drucktechniken bei Papiertragtaschen – ein Schlüssel zum perfekten Erscheinungsbild Ihrer Produkte. Offsetdruck, Flexodruck oder Siebdruck? Die Wahl des richtigen Verfahrens hat einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Wir nehmen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die Vielfalt dieser Druckwelten und zeigen Ihnen, worauf es bei jedem einzelnen ankommt.
Der Flexodruck
Beim Flexodruck wird das Druckbild auf eine Druckplatte aufgebracht, die aus Gummi oder Polymer besteht. Die Gravur der Platte wird von einer Maschine vorgenommen, die das Motiv auf die Gummiplatte überträgt. Diese Druckplatte wird auf einen Zylinder montiert. Pro Druckfarbe braucht es eine Druckplatte.
Wenn das zu Papier durch die Druckmaschine transportiert wird, dreht sich der Zylinder mit der Gummiplatte (auch Cliché genannt). Die Druckplatte wird mit der zu druckenden Farbe versehen und druckt dann das Druckbild auf das Papier.
Die wichtigsten Angaben zum Flexodruck:
- Vollautomatische Herstellung ab Rollen, dadurch der günstigste Druck
- Beim Druck ab Rollen kann das gesamte Papier und somit die gesamte Tasche vollflächig bedruckt werden
- Hohes Drucktempo, geeignet für grössere Mengen. Aufgrund des hohen Drucktempos kann sich der Druck leicht verschieben. Die Mindestmenge für die Produktion beträgt meist 3'000 Stück pro Format. Bei sehr grossen Taschen können es auch 2'000 Stück sein. Kleinere Mengen sind aufgrund des Einrichtungsaufwand der Druckmaschine nicht möglich. Das lohnt sich schlichtweg nicht
- 26er bis max. 42er Raster. Raster bedeutet die mögliche Anzahl Farbpunkte pro Quadratzentimeter. Je höher der Raster, umso genauer und präziser der Druck
- Wir verwenden umweltfreundliche wasserbasierende Druckfarben
- Je nach verwendeter Papierqualität und dem zu druckenden Sujet wird ein zusätzlicher Schutzlack benötigt
- Die Druckqualität ist im Vergleich zu anderen Drucktechniken nicht ganz so hoch. Bei überlappenden Farben entstehen leichte Quetschränder, auf Distanz von Auge jedoch kaum sichtbar
- Die Strichdicke muss bei einem positiven Druck mindestens 0.2 Millimeter betragen, bei negativem Druck mindesten 0.3 Millimeter
- Bei sehr feinen Teilen im Druckbereich (zBsp. einem Tier mit Fell) kann es sein, dass diese sehr feinen Teile zuschmieren und nicht mehr ersichtlich sind
Der Offsetdruck
Beim Offsetdruck wird das Druckbild zunächst auf eine Druckplatte aufgebracht, die aus Aluminium besteht. Das Motiv wird auf die Oberfläche übertragen (wiederum mit einer Maschine namens CTP, die im Grunde wie ein Laserstrahl funktioniert). Anschließend wird die Druckplatte so behandelt, dass es mit der Farbe, die auf Fettbasis hergestellt wird, fixiert werden kann.
Da die Oberfläche der Platte starr ist, ist der Offsetdruck viel genauer als der Flexo-Druck.
Die wichtigsten Angaben zum Offsetdruck:
- Druck ab Bogen, besonders geeignet für den Druck von mittleren Auflagen
- Ideal für den Druck von komplexen Sujets wie Fotografien mit hohen Rastern (bis 60er Raster), feinen Linien, Farbverläufen und Schriften
- Sehr hohe Druckqualität. Dadurch ist der Offsetdruck in der Regel teurer als andere Druckverfahren